Heinelt (2013) - Welches Demokratieverständnis haben deutsche Ratsmitglieder

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Heinelt, Hubert (2013). Welches Demokratieverständnis haben deutsche Ratsmitglieder und wie schlägt es sich in ihren Handlungsorienierungen nieder? In: Björn Egner, Max-Christopher Krapp und Hubert Heinelt (Hg.): Das deutsche Gemeinderatsmitglied. Problemsichten - Einstellungen - Rollenverständnis. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden; Imprint: Springer VS (SpringerLink : Bücher), S. 105–127.

problem

  • what perception of democracy do councillors on the German local level have? Do they prefer a representative or a particpatory model of democracy?
  • how can we explain differences?
  • how do different perceptions lead to different role behaviour?

methods

  • quantitative survey

summary

Translation needed
  • Heinelt fragt nach dem Demokratieverständnis von Abgeordneten auf der kommunalen Ebene in Deutschland und inwiefern ein jeweiliges Verständnis sich in bestimmten Handlungsorientierungen äußert. Das Demokratieverständnis soll zum einen als AV erklärt werden anhand von Handlungsmöglichkeiten und persönlichen Merkmalen und als UV zur Erklärung von Rollenausübung und Verhalten herangezogen werden. Es besteht bei Heinelt aus zwei Ausprägungen, einem repräsentativen und einem partizipativen Verständnis.
  • Seiner Befragung zufolge haben die meisten Ratsmitglieder ein partizipatives Demokratieverständnis [Hinweis: gegenteilige Ergebnisse bei Gabriel and Kersting 2014]
  • Heinelt testet verschiedene Einflussfaktoren, die Unterschiede im Demokratieverständnis erklären könnten:
    • Strukturelle Handlungsmöglichkeiten/-grenzen:
      • Kein Einfluss feststellbar bei der institutionellen Stärke des Rates, der Verschuldung der Gemeinde, Steuereinnahmen, Arbeitslosenquote
      • Geringe Unterschiede durch Gemeindegröße (partizipatives Verständnis vor allem in Gemeinden 50k-100k, repräsentatives Verständnis am stärksten bei großen Gemeinden > 100k ausgeprägt) und Bundesland (keine Ost-West-Tendenz, sondern sehr unterschiedliche Ergebnisse zwischen einzelnen Bundesländern (NRW: eher repräsentatives Verständnis)
      • Unterschiede durch Grad der Parteipolitisierung (als wahrgenommener Einfluss lokaler Parteiorganisationen auf den Rat): wird dort stärker wahrgenommen, wo das Demokratieverständnis eher repräsentativ ist
    • Persönliche Merkmale:
      • Alter (eher: Generationszugehörigkeit führt eher zu dem einen oder anderen Verständnis)
      • Positionierung auf der rechts-links-Skala: Je weiter links, umso eher partizipatives Verständnis
      • Geschlecht: Frauen neigen eher einem partizipativen Verständnis zu